B)Wenn 1. nicht erfüllt ist, wirds dann unter ungüstigen Bedingungen feucht im Zelt?
Ja und nicht nur unter ungünstigen Bedingungen. Kondenswasser bildet sich, v.a. in den Morgenstunden eigentlich immer, an der Innenseite des Aussenzeltes. Wenn das Aussenzelt nun auf dem Innenzelt aufliegt, sickert das Kondensat in das Innenzeltgewebe und es kann rasch zum Tropfsteinhöhleneffekt kommen.
Aber auch bei nicht auf dem Innenzelt aufliegendem Aussenzelt kann es zu Problemen mit Feuchtigkeit kommen, wenn es windig ist und das Aussenzelt schlägt und die Feuchtigkeit dabei abgeschüttelt wird. Besonders unangenehm, wenn das Innenzelt aus feinem Moskitogewebe ist, also ein Sommerzelt unterm Aussenzelt. Letzteres ist ein häufiges Problem bei Tunnelzelten.
Generell sollte man darauf achten, egal was für ein Zelttyp, dass das Aussenzelt immter stramm genug gehalten werden kann, bzw. es eben nicht zu Durchhängern kommt, die dann schlagen können. Manchmal kann man auch durch die Ausrichtung des Zeltes zum Wind Einfluss nehmen, manchmal hat man einfach Pech.
Bei Geodäten schauen das nicht zu große frei zwischen den Geständen liegende Flächen vorhanden sind, wo das Aussenzelt dann ohne Abspannung ohnehin schon recht tief zum Innenzelt hin durchhängt. Wenn das Gewebe dann noch nass wird, sich etwas dehnt, liegt es auf. Das war und ich wette ist noch immer, das Problem beim Sherpa Dome. Ohne zumindest die beiden exakt seitlichen Abspannungen, hatte ich praktisch immer mit diesen Flächen Probleme und sei es weil man morgens mit dem Rücken einmal kurz dagegenstieß und das Innenzelt dann am Aussenzelt "festklebte" wegen der dortigen Feuchtigkeit.